Nass bis auf die Knochen am Bodensee-Radmarathon 2008

Wie letztes Jahr, haben wir uns am Abend zuvor zu einem gemütlichen Nachtessen am gleichen Ort in Stein am Rhein zusammengefunden. Dabei waren Dieter, Stephan, Hansjörg, Wolfgang und ich. Wir vereinbarten, uns kurz vor 8 zu treffen und um 8 Uhr die Gold Tour zu starten.

Das hat auch gut geklappt: Pünktlich um 8 Uhr begann es zu regnen. Alles war blitzartig nass. Weil ich gegen Überschwemmungen geimpft war, hat es mir heute nicht viel ausgemacht. Es war aber halt einfach wirklich nass...

Erst in Sigmarszell hatten wir plötzlich trocken. Die fast trockene Strasse beflügelte unseren Wunsch, unsere Regenkleider auszuziehen. Zu verlockend. Pünktlich nach dem Mittagessen dort begann es noch stärker an zu regen. Auch wenn wir das nicht für möglich hielten. Bereits hatten wir Angst, der Bodensee könnte überlaufen.. Wenigstens hatten wir so genug zu trinken. Der Bidon blieb wo er war und es lief während des Fahrens immer genug Wasser in den Mund.. Das war aber hart an der Grenze zum Ertrinken ;-)

Öfters ist uns auch ein Mann in 'Pluderhosen' und Sandalen !!!! aufgefallen: er hatte wenigstens keine nassen Socken ;-) Hut ab. Oder das Pärchen (Vater und Tochter?), das mit völlig ungeeigneter Kleidung den nassen Weg unter die Räder genommen hat. Die junge Dame ist allerdings auch mit massiv runtergezogenen Mundwinkeln so langsam gefahren, als hätte sie Angst, den Pfützen weh zu tun. Sie hat aber auch keine anstalten gemacht, aufzugeben. Hoffentlich hat's auch für euch alle gereicht: Für mich seid ihr die Helden des Bodensee-Radmarathons!

Zu allem Übel sind wir wieder zu lange sitzen geblieben und hatten am Schluss die obligate Jagd auf den Zielschluss.

Dieter, Stephan und Hansjörg kamen zwischen 20-30 Min. vor Schluss und Wolfgang und ich (wer denn sonst) kamen zum Glockenschlag um 19.00 Uhr, dem Postenschluss, an. Alle wohlauf und gut gelaunt.

Nach einer Dusche und dem Wechsel der Kleider sah die Welt schon ganz anders aus und wir fanden einfach, dass wir 'herti Sieche' sind...

Dir, Wolfgang, danke ich für die tolle Kameradschaft während der Fahrt. (den anderen natürlich auch, auch wenn ich euch auch nicht soviel gesehen habe...)

Ach ja, und die jungen Damen in Stein am Rhein, die am Vorabend kaum glauben konnten, dass ein Typ mit meinem Bauch um 8 Uhr startet und pünktlich zurück ist: Ihr seid ja nett aber ich muss euch belehren: Radfahrer fahren mit den Beinen, nicht mit dem Bauch...:-)


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